Schwarzbierfleisch

Schwarzbierfleisch kenne ich aus der Feuerkugel in Erfurt. Immer wenn wir dort waren, musste ich es bestellen, ich kam einfach nicht drum herum, weil ich so begeistert war von diesem Gericht. Das Fleisch war so zart, dass es auf der Zunge zerging, in einer leckeren würzigen Sauce und dazu Thüringer Klöße, ein Traum! Schwarzbierfleisch ist ein Gulasch, welches (welch Überraschung) mit Schwarzbier zubereitet wird.

Als wir dann in Mexiko lebten und meine Mutter zu Besuch war, hat sie dieses Schwarzbierfleisch für uns gezaubert. Aus ihrem Rezept ist mit leichten Abwandlungen dann mein eigenes Schwarzbierfleisch entstanden.
Besonders gerne essen wir dieses Gericht mit Semmelknödeln oder angebratener Polenta und Bohnengemüse. In der kalten Jahreszeit ist es ein richtiges „Wohlfühlgericht“, sprich Comfortfood vom Feinsten.

Nun aber zum Rezept:

Schwarzbierfleisch

Schwarzbierfleisch mit Polenta & Bohnengemüse

Schwarzbierfleisch mit Polenta & Bohnengemüse

Zutaten für 6 Personen:
2 TL Olivenöl
Pfeffer, Salz
2 Gemüsezwiebeln
Kreuzkümmel
100 g Backpflaumen
2 TL Senf
500 ml Schwarzbier (plus eine Ersatzflasche, falls die Flüssigkeit nicht reicht, z.B. Köstritzer)
2 Knoblauchzehen
500 ml Brühe (2 TL Instant)
2 Chilischoten
1 Schuss Essig
1 kg Gulasch (Schulter oder Wade)
1 EL Tomatenmark

Zubereitung:
Zwiebeln und Backpflaumen in Würfel schneiden, Knoblauch pressen und Chilis fein hacken.

Einen Bräter erhitzen. 1 TL Öl hineingeben und das Fleisch bei hoher Hitze portionsweise (bei der 2. Portion den 2 TL ÖL erhitzen) scharf anbraten und aus dem Bräter nehmen.

Zwiebeln in den Bräter geben und bei kleiner Flamme andünsten, dann den Knoblauch, Chili, die Backpflaumen, eine Prise Rosenpaprika und das Tomatenmark dazugeben und 30 Minuten dünsten, bis die Zwiebeln goldbraun sind. Nun das Fleisch wieder in den Topf geben.

Den Backofen auf 130 – 180°C vorheizen.

Mit der Brühe ablöschen. Ein paar Tropfen Essig und das Bier dazugeben. Das Fleisch sollte gerade bedeckt sein. Wenn man noch Flüssigkeit übrig hat, kann man die später während des Schmorvorgangs nachgießen, wenn schon etwas Flüssigkeit einreduziert ist.

Den Deckel so auf den Bräter legen, dass ein Spalt offen bleibt. Im Ofen 3 ½ – 4 Stunden schmoren (aber nicht kochen lassen). Nach 2 ½ Stunden den Deckel abnehmen. Solltest du mehr Soße wollen, oder die Soße dickt auch so genug ein, kann der Deckel auf dem Bräter bleiben, aber einen Salt offen lassen. Sollte die Soße zu sehr einreduzieren, noch etwas Schwarzbier nachgießen.

Am Ende alles mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel, Senf und evtl. etwas Chilipulver würzen.

Tipps:
Fleisch nach dem Anbraten auf einen lauwarmen Teller geben, dann tritt am wenigsten Saft aus.
Man kann das Gulasch auch auf Stufe 2 auf dem Herd schmoren, aber aufpassen, dass es nicht kocht!
Je länger das Gulasch geschmort wird, desto mehr verkocht die Zwiebel und gibt der Soße Bindung.

 

Schreib mir doch wie deine Variante geworden ist oder hinterlasse mir weiter unten oder unter Kontakte einen Kommentar. Hier kannst du auch Fragen und Anregungen loswerden.

Guten Appetit!

 

Schwarzbierfleisch Rezept-download

 

 

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