Glutenfreies Krustenbrot backen – Rezept mit Sauerteig

Glutenfreies Krustenbrot zu backen ist einfacher, als du denkst. Dieses saftige Sauerteigbrot kannst du mit Hefe oder ohne Hefe backen, je nachdem wie triebstark dein Sauerteig ist. In meinem Rezept verwende ich Trockenhefe, frische Hefe funktioniert aber natürlich genauso gut. Um dieses fluffige und vegane Brot zu backen, kannst du eine Kastenform verwenden oder es im Topf backen. Hier erfährst du, wie du einen eigenen glutenfreien Sauerteig ansetzen kannst.

Das glutenfreie Krustenbrot ist:

  • vegan
  • sojafrei
  • glutenfrei
  • nussfrei
  • einfach zu machen
  • gesund
  • lecker
  • knusprig
  • super für eine Brotzeit
  • Clean Eating geeignet
  • hefefrei
glutenfreies Krustenbrot in rund auf Holzbrett. Dekoriert ist es mit einer weinroten Stoffserviette und groben Salzkörnern.

Glutenfrei backen

Glutenfrei backen ist gar nicht so schwer. Man muss nur ein paar Dinge beachten. Gluten ist das Klebereiweiß in herkömmlichen Mehlen. Es sorgt dafür, dass Brot, Kuchen und Co. auch nach dem Backen zusammenhalten und stabil sind. Bei glutenfreien Mehlen muss man das Gluten also ersetzen. Das gelingt mit geeigneten Bindemitteln. Dies können z.B. Flohsamenschalen, Xanthan oder Leinsamen sein.

Gluten sorgt außerdem dafür, dass Brote oder auch Kuchen gut aufgehen und schön locker und luftig werden. Damit das auch bei glutenfreien Backwaren gelingt, mischt man am besten verschiedene glutenfreie Mehle miteinander.  Besonders Stärkemehle sorgen dafür, dass der Teig luftig wird und eine stabile Struktur bekommt. Stärkemehle können z.B. aus Mais, Kartoffeln sowie Tapioka bestehen.

Bei glutenfreien Mehlen ist die Zugabe der richtigen Wassermenge so eine Sache. Je nach Konsistenz des Teiges, muss die Wassermenge oft angepasst werden. Das liegt daran, dass glutenfreie Mehle unterschiedlich viel Wasser binden. Das ist auch bei gleichen Sorten der Fall, da die Ausmahlgrade der Mehle sehr unterschiedlich sein können.

glutenfreies Krustenbrot in rund auf Holzbrett. Dekoriert ist es mit einer weinroten Stoffserviette und groben Salzkörnern.

Diese Zutaten brauchst du für ein glutenfreies Krustenbrot:

Für den Vorteig:

Für den Hauptteig:

  • Wasser 
  • Agavensirup
  • Hefe (optional)
  • Kichererbsenmehl 
  • Reismehl
  • Teffmehl
  • Tapiokastärke
  • Traubenkernmehl, optional
  • Xanthan
  • Salz
  • Brotgewürz
  • gesamter Vorteig (wie unten beschrieben hergestellt)
glutenfreies Krustenbrot in Kastenform auf Holzbrett mit 2 angeschnittenen Scheiben. Hintergrund hell.

Glutenfreies Krustenbrot – so geht es:

Für den Vorteig:

Die Sauerteigzutaten in einem Glas glatt rühren und ca. 8 bis 15 Stunden bei Raumtemperatur (ca. 22°C) reifen lassen. Das Glas lose verschließen bzw. abdecken.

Für den Hauptteig:

Für das glutenfreie Krustenbrot 240 ml des lauwarmen Wassers und Agavensirup in eine Schüssel geben sowie ggf. *Hefe dazu geben. Dann alles durchrühren und warten, bis die Hefe schaumig wird (5 – 7 Minuten).

Währenddessen alle trockenen Zutaten in einer Schüssel vermengen. Dann den Vorteig und das (Hefe-) Wasser dazugeben. 

Als nächstes den Teig 4 Minuten auf langsamer Stufe kneten. Dann 10 Minuten ruhen lassen und anschließend nochmals 4 Minuten kneten.  Ist der Teig zu fest, nach und nach mehr Wasser dazugeben. Der Teig soll fest aber nicht klumpig sein. 

Teig in silberner Schale mit Knethaken.

Eine Kastenform oder Schüssel mit Öl besprühen und den Teig hineingeben. Nun muss der Teig an einem warmen Ort (optimal sind 27°C) gehen, bis er gut an Volumen zugenommen hat. Das kann 2 bis 4 Stunden dauern. 

glutenfreies Krustenbrot in Kastenform auf Holzbrett mit 2 angeschnittenen Scheiben. Hintergrund hell.

Wenn keine Kastenform verwendet wird, ein Garkörbchen mit Mehl bestäuben und den Teig hineingeben. Nun muss er nochmals ca. eine Stunde gehen.

Ohne Kastenform wird das Brot im Topf gebacken (siehe unten).

15 Minuten vor Ende der Gehzeit den Backofen mit dem Backblech auf mittlerer Schiene auf 240° vorheizen (Umluft nicht empfehlenswert). Wenn man möchte, kann man das Brot direkt vor dem Backen mit einem Messer mit Wellenschliff einschneiden (in einer Kastenform längs). Nun das Brot mit der Kastenform auf das heiße Blech geben und 25 Minuten backen. Danach die Temperatur auf 230°C runter stellen. Das Brot weitere45 Minuten backen.

Nach dem Backen das Brot aus der Form nehmen und auf einem Gitterrost vollständig abkühlen lassen.

Glutenfreies Krustenbrot im Topf backen

Dafür am besten einen gusseisernen Topf mit Deckel (einen Spalt offen lassen) im Ofen bei 240°C für 30 Minuten vorheizen. 

Wenn man möchte, kann man das Brot direkt vor dem Backen mit einem Messer mit Wellenschliff einschneiden (mittig ein Kreuz oder mehrere Schnitte). Bevor man seinen Teig in den heißen Topf befördert, ist es zu hilfreich ihn vorsichtig auf ein zurechtgeschnittenes Backpapier zu setzen.

Dann kann man den Teig problemlos in den Topf heben. Nun wird der Deckel fest verschlossen und das Brot kann gebacken werden. 

Das Brot backt 25 Minuten bei 240 °C. 

Dann die Temperatur auf 230°C runter stellen und weitere 25 Minuten backen.

Nun den Deckel abnehmen, damit das Brot eine krosse Kruste bekommt. Weitere 20 Minuten backen. Wichtig: Den Deckel nicht zwischendurch oder vorher öffnen, denn dann ist das Mikroklima, das man mit dem Backen im Topf erreicht, dahin!

Nach dem Backen das Brot aus dem Topf nehmen und auf einem Gitterrost vollständig abkühlen lassen.

Guten Appetit!

glutenfreies Krustenbrot in rund auf Holzbrett. Dekoriert ist es mit einer weinroten Stoffserviette und groben Salzkörnern.

Notizen:

*Sauerteigbrot ohne Hefe backen:

Ist das Anstellgut triebstark genug, kann man sein Sauerteigbrot auch ohne Hefe backen. Ob der Ansatz genug Triebkraft hat, kann man ganz einfach feststellen. Hat der Vorteig nach 8 bis 15 Stunden gut an Volumen zugenommen, kann man die Hefe weglassen. Sollte sich nichts oder nur wenig getan haben, verwendet man die Hefemenge, wie im Rezept angegeben.

Auch wenn ich eine Kastenform aus Silikon verwende, besprühe ich diese mit Öl. Von dem Öl bekommt das Brot später eine besonders schöne Kruste.

glutenfreies Krustenbrot in Kastenform auf Holzbrett mit 2 angeschnittenen Scheiben. Hintergrund hell.

Bevor ich das Brot gehen lasse, bestäube ich es mit ein wenig Reismehl. So bleibe ich mit den Fingern nicht am Teig kleben, wenn ich später die Teiggare überprüfe. Ob der Teig reif fürs Backen ist, teste ich, indem ich mit einem Finger vorsichtig in den Teig drücke. Der Teig braucht noch Zeit, wenn sich die Druckstelle schnell zurückbildet. Dauert es eher lange, kann der Teig gebacken werden.

glutenfreies Krustenbrot in rund auf Holzbrett. Dekoriert ist es mit einer weinroten Stoffserviette und groben Salzkörnern.

Zeige mir ein Foto von deinem glutenfreien Krustenbrot!

Ich freue mich sehr, wenn du mein Rezept nachmachst. Toll finde ich es auch, wenn du hier einen Kommentar hinterlässt. Fragen beantworte ich gerne und für Anregungen und Wünsche bin ich immer offen. 

Besonders neugierig bin ich aber auf dein Foto. Du kannst es z.B. unter meinem Pin bei Pinterest hinzufügen.

Oder du taggst mich auf Instagram (@zimt_und_chili) und postest dort dein Foto. 

Auch auf meiner Facebook-Seite kannst du dein Foto posten.

Glutenfreies Krustenbrot backen – Rezept mit Sauerteig

Glutenfreies Krustenbrot zu backen ist einfach. Mein saftiges Sauerteigbrot gelingt auch ohne Hefe. Du kannst eine Kastenform nehmen oder es im Topf backen.
Vorbereitungszeit30 Min.
Backzeit1 Std. 10 Min.
Arbeitszeit1 Std. 40 Min.
Gericht: Brot backen
Land & Region:
Keyword: glutenfrei, mit Sauerteig
Portionen: 1 Brot

Zutaten

Für den Vorteig:

  • 100 g Anstellgut glutenfreier Quinoa-Sauerteig
  • 100 g Quinoamehl
  • 100 ml Wasser 28°C

Für den Hauptteig:

  • 320 ml Wasser 28°C
  • 1 TL Agavensirup
  • 7 g Trockenhefe bzw. 21 g frische Hefe optional
  • 120 g Kichererbsenmehl
  • 100 g Reismehl
  • 120 g Teffmehl
  • 100 g Tapiokastärke
  • 20 g Traubenkernmehl optional
  • 10 g Xanthan
  • 10 g Salz
  • 1/4 TL Brotgewürz
  • gesamter Vorteig (wie unten beschrieben hergestellt)

Anleitungen

Für den Vorteig:

  • Die Sauerteigzutaten in einem Glas glatt rühren und ca. 8 bis 15 Stunden bei Raumtemperatur (ca. 22°C) reifen lassen. Das Glas lose verschließen bzw. abdecken.

Für den Hauptteig:

  • 240 ml des lauwarmen Wassers und Agavensirup in eine Schüssel geben sowie ggf. *Hefe dazu geben. Dann alles durchrühren und warten, bis die Hefe schaumig wird (5 – 7 Minuten).
  • Währenddessen alle trockenen Zutaten in einer Schüssel vermengen. Dann den Vorteig und das (Hefe-) Wasser dazugeben.
  • Als nächstes den Teig 4 Minuten auf langsamer Stufe kneten. Dann 10 Minuten ruhen lassen und anschließend nochmals 4 Minuten kneten. Ist der Teig zu fest, nach und nach mehr Wasser dazugeben. Der Teig soll fest aber nicht klumpig sein.
  • Eine Kastenform oder Schüssel mit Öl besprühen und den Teig hineingeben. Nun muss der Teig an einem warmen Ort (optimal sind 27°C) gehen, bis er gut an Volumen zugenommen hat. Das kann 2 bis 4 Stunden dauern.
  • Wenn keine Kastenform verwendet wird, ein Garkörbchen mit Mehl bestäuben und den Teig hineingeben. Nun muss er nochmals ca. eine Stunde gehen.
  • Ohne Kastenform wird das Brot im Topf gebacken (siehe unten).
  • 15 Minuten vor Ende der Gehzeit den Backofen mit dem Backblech auf mittlerer Schiene auf 240° vorheizen (Umluft nicht empfehlenswert). Wenn man möchte, kann man das Brot direkt vor dem Backen mit einem Messer mit Wellenschliff einschneiden (in einer Kastenrorm längs). Nun das Brot mit der Kastenform auf das heiße Blech geben und 25 Minuten backen. Danach die Temperatur auf 230°C runter stellen. Das Brot weitere 45 Minuten backen.
  • Nach dem Backen das Brot aus der Form nehmen und auf einem Gitterrost vollständig abkühlen lassen.

Brot im Topf backen

  • Dafür am besten einen gusseisernen Topf mit Deckel (einen Spalt offen lassen) im Ofen bei 240°C für 30 Minuten vorheizen.
  • Wenn man möchte, kann man das Brot direkt vor dem Backen mit einem Messer mit Wellenschliff einschneiden (mittig ein Kreuz oder mehrere Schnitte). Bevor man seinen Teig in den heißen Topf befördert, ist es zu hilfreich ihn vorsichtig auf ein zurechtgeschnittenes Backpapier zu setzen.
    Das eingeschnittene Backpapier ist aufgefaltet. Es sieht aus wie ein dickes Kreuz. Hintergrund dunkel.
  • Dann kann man den Teig problemlos in den Topf heben. Nun wird der Deckel fest verschlossen und das Brot kann gebacken werden.
  • Das Brot backt 25 Minuten bei 240 °C.
  • Dann die Temperatur auf 230°C runter stellen und weitere 25 Minuten backen.
  • Nun den Deckel abnehmen, damit das Brot eine krosse Kruste bekommt. Weitere 20 Minuten backen. Wichtig: Den Deckel nicht zwischendurch oder vorher öffnen, denn dann ist das Mikroklima, das man mit dem Backen im Topf erreicht, dahin!
  • Nach dem Backen das Brot aus dem Topf nehmen und auf einem Gitterrost vollständig abkühlen lassen.

Notizen

*Sauerteigbrot ohne Hefe backen:
Ist das Anstellgut triebstark genug, kann man sein Sauerteigbrot auch ohne Hefe backen. Ob der Ansatz genug Triebkraft hat, kann man ganz einfach feststellen. Hat der Vorteig nach 8 bis 15 Stunden gut an Volumen zugenommen, kann man die Hefe weglassen. Sollte sich nichts oder nur wenig getan haben, verwendet man die Hefemenge, wie im Rezept angegeben.
Auch wenn ich eine Kastenform aus Silikon verwende, besprühe ich diese mit Öl. Von dem Öl bekommt das Brot später eine besonders schöne Kruste.
Bevor ich das Brot gehen lasse, bestäube ich es mit ein wenig Reismehl. So bleibe ich mit den Fingern nicht am Teig kleben, wenn ich später die Teiggare überprüfe. Ob der Teig reif fürs Backen ist, teste ich, indem ich mit einem Finger vorsichtig in den Teig drücke. Der Teig braucht noch Zeit, wenn sich die Druckstelle schnell zurückbildet. Dauert es eher lange, kann der Teig gebacken werden.

Falls du Pinterest nutzt, kannst du gerne die folgenden Bilder pinnen.

glutenfreies Krustenbrot in rund auf Holzbrett. Dekoriert ist es mit einer weinroten Stoffserviette und groben Salzkörnern. Pin beschriftet
2 Fotos auf einem beschrifteten Pin. 1. Foto: glutenfreies Krustenbrot in rund auf Holzbrett. Dekoriert ist es mit einer weinroten Stoffserviette und groben Salzkörnern. 2. Foto: glutenfreies Krustenbrot in Kastenform auf Holzbrett mit 2 angeschnittenen Scheiben

3 Kommentare

  1. Pingback: Glutenfreier Sauerteig - Rezept mit Quinoa - Zimt & Chili

  2. Maja sagt:

    Vor einer Stunde mein erstes Quinoa Sauerteigbrot aus dem Ofen geholt – ich war richtig aufgeregt😉 es ist super fluffig geworden – ein Traum. Ich habe allerdings einfach am 8 ten Tag 300gr vom Sauerteig Ansatz genommen und gleich zum backen verwendet. Mischung aus Reis / Mais und Quinoa 🥰 Danke für die ausführliche Anleitung!!

    • elamahler sagt:

      Hallo Maja, das freut mich aber, dass dein Brot so gut gelungen ist. Ich habe vor ein paar Tagen auch erst wieder mein glutenfreies Krustenbrot gebacken. Dann wünsche ich mal guten Appetit!

Hast du Fragen, Wünsche oder Anregungen oder möchtest du einen Kommentar hinterlassen? Ich würde mich freuen von dir zu hören.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: