Die 15 beliebtesten Küchenkräuter

Hier erfährst du, wie du dir ganz einfach einen Kräutergarten im Freien oder in Töpfen anlegen kannst – Du findest Tipps zum Pflanzen, Pflegen & Ernten

Diese 15 Küchenkräuter sind die beliebtesten Kräuter in unseren Küchen. Sie stehen gerne auf der Fensterbank in Töpfen oder auch auf dem Balkon oder der Terrasse. Wer sich einen eigenen Kräutergarten anlegen möchte, findet hier viele Infos zum Säen, Pflanzen, Gießen, Düngen und Ernten der einzelnen Kräuter. Du findest auch Tipps dazu, wie du die Kräuter am besten haltbar machen kannst und Beispiele für die Verwendung. Hier findest du noch mehr Informationen für einen eigenen Kräutergarten. Einen Überblick über einjährige, zweijährige und mehrjährige Kräuter kannst du dir hier verschaffen.

Dies sind die beliebtesten 15 Küchenkräuter:

  1. Basilikum
  2. Dill
  3. Estragon
  4. Kerbel
  5. Koriander
  6. Liebstöckel
  7. Majoran
  8. Minze
  9. Oregano
  10. Petersilie
  11. Rosmarin
  12. Salbei
  13. Schnittlauch
  14. Thymian
  15. Zitronenmelisse

 

Nun aber zu den genaueren Informationen:

 

Basilikum:

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Basilikum ist einjährig und hat es gerne warm. Er braucht einen sonnigen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung, sollte also am besten östlich ausgerichtet stehen.

Basilikum gehört zu den Lichtkeimern und braucht zum Keimen ca. 20 bis 25°C.

Im Topf gehalten sollte er in Blumenerde mit Sand gemischt gepflanzt und ca. alle 4 Wochen gedüngt werden.

Er braucht recht viel Wasser, die Erde sollte nie vollständig austrocknen. Um Staunässe zu vermeiden empfiehlt sich eine Drainageschicht in den Topf einzuarbeiten.

Basilikum nicht mit Melisse und Petersilie zusammen einpflanzen.

Für die Ernte die Blätter oberhalb einer Blattachsel abschneiden, das fördert den buschigen Wuchs.

Verwendung: für die mediterrane Küche, Tomaten, Pasta, in Salat, Tomaten-Mozzarella (Caprese), auf Pizza, Pesto, als Deko

Haltbar machen: mit Wasser in Eiswürfelbehälter einfrieren. Bei Bedarf Würfel entnehmen und z.B. am Ende der Kochzeit in eine Tomatensauce geben.

 

Dill:

Der einjährige Dill braucht viel Platz und sollte deshalb alleine oder mit genügend Platz zu anderen Kräutern stehen. Er hat eine lange Wurzel und sollte deshalb nicht umgepflanzt werden.

Dill ist ein Dunkelkeimer. Wenn man ihn selber sät, sollte man die Samen mit etwas Erde bedecken. Die optimale Keimtemperatur liegt bei 10°C.

Man kann ihn in normale Blumenerde pflanzen.

Dill mag am liebsten einen sonnigen und leicht windgeschützten Standort. Er sollte regelmäßig gegossen werden, damit er immer gut durchfeuchtet ist. Dill muss nicht gedüngt werden.

Dill sollte nicht in der Nähe von Schnittlauch, Estragon, Kartoffeln oder Gartenzwiebeln gepflanzt werden. Gut verträgt er sich mit Rosmarin, Thymian, Salbei und Tomaten.

Ernten kann man den Dill von Juni bis September.

Verwendung: für Fisch, Gurkensalat, Kartoffelgerichte, in Saucen, Salaten, als Deko – den Dill erst am Ende der Garzeit in die Gerichte geben.

Haltbar machen: einfrieren

 

Estragon:

Estragon gehört zu den Lichtkeimern und ist mehrjährig und ausdauernd. Er hat gerne einen sonnigen bis halbschattigen und windgeschützten Standort. Der Boden sollte feucht und nährstoffreich sein.

Wenn man ihn selber sät, empfiehlt es sich nährstoffarme Anzucht- oder Kräutererde zu verwenden.

Als Vorkultur kann man Estragon zwischen Mitte März und Ende April aussähen. Im Freiland sollte er erst ab Ende April ausgesät werden. Da Estragon viel Platz brauch, ist es nötig ihn in große Kübel zu pflanzen.

Der Boden sollte immer leicht feucht sein, aber Staunässe vermieden werden. Bei Topfpflanzen ist es ratsam den Estragon alle 6 bis 8 Wochen zu düngen.

Ernten sollte man den ihn, bevor er im Mai bzw. Juni blüht. Geerntet werden nur die Blätter.

Estragon nicht zusammen mit Dill pflanzen.

Verwendung: Sauce Bernaise, Salate, Suppen, Kräuterbutter, Quark, um Senf zu verfeinern, Geflügel, Kräutersaucen, Fisch, Käse

Haltbar machen: in Essig oder Öl einlegen, einfrieren

 

Kerbel:

Kerbel ist ein Lichtkeimer d.h. die Samen sollten nur leicht in die Erde gedrückt werden. Als Kaltkeimer benötigt er für 4 bis 6 Tage eine Temperatur von ca. 10 °C. Kerbel gehört zu den einjährigen Kräutern.

Der optimale Standort für Kerbel ist sonnig bis halbschattig, wobei volle Sonne vermieden werden sollte, damit die Blätter nicht verbrennen.

Gut gedeiht Kerbel in durchlässiger, leicht feuchter und humoser Erde.

Gedüngt werden muss Kerbel nur selten und wenig. Gießen sollte man regelmäßig, wobei Staunässe die Wurzeln faulen lässt.

Nach 6 bis 8 Wochen können die ersten Blätter geerntet werden. Geerntet werden kann bis in den September hinein. Wenn der Kerbel blüht, die Blüten abschneiden, damit er nicht an Aroma verliert.

Verwendung: für Dressings, Suppen, Saucen, in Salat, als Deko, in Quark, für Kräuterbutter, für Fisch, für Gemüsegerichte, für die Frankfurter Grüne Sauce – am besten schmeckt Kerbel frisch. Getrockneter und erhitzter Kerbel verliert stark an Aroma, deshalb den Kerbel immer erst am Ende eines Kochvorgangs in das Gericht geben.

Haltbar machen: einfrieren

 

Koriander:

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Koriander gehört zu den einjährigen Kräutern. Der optimale Standort ist sonnig und windgeschützt.

Koriander bevorzugt einen nährstoffreichen, lockeren Boden mit einer guten Speicherfähigkeit. Wird der Koriander im Topf gepflanzt, eignet sich eine gute Kräutererde, die mit Sand gemischt wurde.

Koriandersamen sind Dunkelkeimer und sollten deshalb mit 1,5 cm Erde bedeckt werden. Die Keimdauer kann bis zu drei Wochen dauern.

Pelletierte organische Dünger sind empfehlenswert. Sie sorgen für eine langsame aber stetige Nährstoffabgabe, wobei ca. ein TL pro Pflanze ausreicht. Auf sehr nährstoffreiche mineralische Dünger sollte verzichtet werden, da hier die Gefahr der Überdüngung besteht. Für Topfkulturen eignet sich Kräuterdünger.

Bei jungen Pflanzen sollte die Erde immer etwas feucht sein, also ruhig öfter gießen. Der Koriander mag es nicht von oben beregnet zu werden, besser das Gießwasser unten auf die Erde geben. Größere Pflanzen brauchen nur noch wenig Wasser und müssen nur nach längerer Hitzeperiode gegossen werden.

Koriander nicht neben Petersilie, Fenchel oder Kerbel (oder anderen Doldenblütlern) anbauen.

Nach der Blüte verlieren die Blätter an Aroma, also möglichst vorher ernten. Die Blätter von oben nach unten abernten.

Verwendung: für Nachos, Pico de Gallo, Guacamole, Ceviche, Fleisch, Salate, vietnamesische Hühnersuppe – Man kann die Blätter, Stiele, Samen und Wurzeln verwenden – die Wurzeln sind oft Bestandteil einer Thai-Curry-Paste.

Haltbar machen: einfrieren

 

Liebstöckel:

Liebstöckel gehört zu den mehrjährigen Kräutern und steht gerne sonnig. Er bevorzugt nährstoffreichen und kalkhaltigen Boden.

Wenn man Liebstöckel im Topf kultiviert, pflanzt man ihn am besten in Kräuter- oder Gemüseerde.

Die Erde sollte immer leicht feucht sein, deshalb muss man Liebstöckel regelmäßig gießen. Aber Achtung: Staunässe mag er nicht. Da Liebstöckel sehr hoch wächst, ist es ratsam ihn mit Stäben zu stützen.

Düngen kann man am besten mit einem organischen Langzeitdünger. Oder man gibt hin und wieder etwas Kompost in die Erde. Pflanzen im Topf sollte man alle 4 Wochen zwischen April und August mit flüssigem Kräuterdünger im Gießwasser düngen.

Ernten kann man den Liebstöckel vor der Blüte von Mai bis September. Wenn man ihn vor der Blüte zurückschneidet, kann man das ganze Jahr über ernten. Am besten schmecken die jungen und frischen Blätter, man kann aber auch die Wurzeln verwenden.

Vermehren lässt sich Liebstöckel ganz einfach durch Teilung. Er ist winterhart und kann in den kalten Monaten im Freien bleiben. Im Frühjahr treibt er dann neu aus.

Verwendung: für Suppen, Eintöpfe, Fleischgerichte, Geflügel, Fisch, in Kombination mit Knoblauch. Liebstöckel immer erst am Ende eines Kochvorgangs in das Gericht geben.

Haltbar machen: trocknen

 

Majoran:

Majoran ist mit dem Oregano verwandt und gehört ebenso zu den mehrjährigen Kräutern. Er braucht einen sonnigen Standort mit viel Wärme und wenig Wind.

Majoran gehört zu den Lichtkeimern und braucht mind. 18 °C zum Keimen. Die Samen sollten nur leicht in die Erde gedrückt werden.

Am besten verwendet man Garten- oder Kräutererde. Die Erde sollte locker sein und mit Sand vermischt werden.

Gießen braucht man nur wenig. Bei zu langer Trockenperiode wird allerdings das Wachstum beeinträchtigt. Staunässe sollte auf jeden Fall vermieden werden.

Düngen braucht man den Majoran eher nicht. Wenn er viel abgeerntet wurde, kann man ihm im Sommer etwas Dünger mit dem Gießwasser geben.

Majoran sollte nicht mit Thymian zusammen stehen.

Geerntet wird der Majoran vor der Blüte zwischen Juli und September. Nach der Blüte lässt das Aroma merklich nach. Am besten erntet man in den Morgenstunden. Man erntet die ganzen Triebe, indem man sie einige cm über der Erde abschneidet. An dem verbliebenen Rest sollten noch einige Blättchen vorhanden sein. Das fördert den Neuaustrieb und die Verzweigung.

Verwendung: für Wild- & Geflügelgerichte, Kartoffelgerichte, deftige Eintöpfe, mediterrane Küche, für Gerichte mit Linsen und Bohnen

Haltbar machen: trocknen (behält gut sein Aroma), einfrieren

 

Minze (Pfefferminze):

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Minze ist mehrjährig und bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen und windgeschützten Standort. Volle Sonne sollte vermieden werden.

Sie braucht einen nährstoffreichen, leicht kalkhaltigen und feuchten Boden. Für Topfkulturen kann Blumenerde, vermischt mit Sand, verwendet werden. Empfehlenswert ist es eine Drainageschicht einzuarbeiten, um Staunässe zu vermeiden.

Minze gehört zu den Lichtkeimern, deshalb sollten die Samen für die Aussaat nur leicht auf den Boden angedrückt werden. Die optimale Aussaatzeit ist März und April. Die Aussaat sollte nicht in direkter Sonne erfolgen und dauert ca. 10 bis 20 Tage.

Da Minze bis zu 100 cm hoch werden kann, sollte man sie in ausreichend große Töpfe pflanzen.

Minze braucht nur wenig Dünger, etwas Flüssigdünger einmal im Monat ist ausreichend. Minze immer genug gießen.

Für die Ernte kann man die Blätter einfach abzupfen. Die großen Blätter haben das meiste Aroma. Für die Haupternte die Triebe 5 bis 8 cm über dem Boden abschneiden. Die beste Erntezeit ist mittags.

Minze nicht zusammen mit Kamille pflanzen.

Verwendung: für Cocktails, Tee, Süßspeisen, Obstsalat, orientalische Küche, Saucen, Suppen, Salate – z.B. für diesen Thai-Gurken-Salat oder für dieses Avocado-Erdbeer-Carpaccio mit Limetten-Orangen-Dressing.

Haltbar machen: trocknen – zu einem Bund zusammenbinden und über Kopf aufhängen oder in ein Dörrgerät geben.

 

Oregano:

Oregano ist mehrjährig und kann bis zu 65 cm hoch werden. Er ist einigermaßen winterhart. Einige Pflanzen halten bis zu minus 15 °C aus. Oregano gehört zu den Lichtkeimern und hat gerne einen warmen und sonnigen Standort.

Bei der Aussaat werden die Samen nur lose auf die Erde gestreut und nicht mit Erde bedeckt. Die Aussaat im Garten sollte im Frühjahr, am besten Ende April geschehen. Beim Pflanzen zwischen den Kräutern 10 bis 15 cm Abstand lassen, da Oregano üppige Büsche bildet.

Er braucht nicht viel Wasser. Nach längeren Durststrecken sollte der Oregano aber ausgiebig gegossen werden. Um Staunässe zu vermeiden, sollte bei Kulturen in Töpfen eine Drainageschicht eingearbeitet werden.

Oregano sparsam düngen. Empfehlenswert ist die Zugabe von etwas organischem Langzeitdünger wie Hornspäne oder Kompost.

Topfkulturen brauchen in der Regel mehr Nährstoffe und sollten in Kräutererde gepflanzt werden.

Ernten kann man Oregano das ganze Jahr über. Zupft man nur die Blättchen ab, wird das Wachstum der Seitentriebe gefördert. Wenn die Pflanze zu groß geworden ist, kann man aber auch ganze Stiele ca. eine Handbreit über dem Boden abschneiden. Die beste Erntezeit ist morgens. Auch die Blüten des Oregano sind essbar. Im Juli hat er das meiste Aroma, deshalb sollte dann die Haupternte stattfinden.

Verwendung: für die mediterrane Küche, Pasta, Pizza, Gemüse, Kartoffeln, auf Tomaten, in Tomatensauce, zB. diese fruchtige Tomatensauce für Pasta & Pizza, Salate, Suppen, Omeletts

Haltbar machen: trocknen oder in Öl einlegen

 

Petersilie:

Petersilie gehört zu den zweijährigen Kräutern und hat gerne einen sonnigen bis halbschattigen Standort.

Im Topf gedeiht sie gut in Kräutererde, die mit etwas Kalk durchmischt wurde. Da Petersilie Pfahlwurzeln ausbildet, sollte man einen tiefen Topf wählen.

Petersilie gehört zu den Dunkelkeimern, deshalb müssen die Samen mit Erde bedeckt werden. Es kann mitunter bis zu vier Wochen dauern, bis die Petersilie keimt.

Am besten gießt man die Petersilie regelmäßig am Abend. Der Boden sollte immer leicht feucht sein. Staunässe gilt es zu vermeiden.

Düngen sollte man Petersilie, die im Topf wächst, wenn sie ca. 25 bis 30 cm hoch ist. Am besten eignet sich flüssiger Kräuterdünger, den man mit dem Gießwasser alle 4 bis 5 Wochen auf die Erde gibt.

Ernten kann man die Petersilie das ganze Jahr über. Dafür die Stiele einfach von unten abschneiden. 

Verwendung: für Kartoffeln, Erbsen, in Salaten, als Deko, in Quark, in Kräuterbutter, für Gewürzmischungen, für Fisch – man kann die Blätter und die Wurzel verwenden. Am besten streut man Petersilie kurz vor dem Servieren über das Essen, da sie keine langen Kochzeiten verträgt.

Haltbar machen: einfrieren

 

Rosmarin:

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Rosmarin gehört zu den mehrjährigen Kräutern. Er bevorzugt einen sandigen, nicht feuchten Boden. Auf reine Blumenerde und Torfsubstrate sollte beim Pflanzen verzichtet werden. Bims oder Sand eignen sich für Rosmarin gut als Beimischung in die Erde. Als Topfkultur ist eine Mischung aus Kräutererde und Sand empfehlenswert. Um Staunässe zu vermeiden, sollte man eine Drainageschicht einarbeiten.

Rosmarin ist ein Lichtkeimer und hat eine Keimtemperatur von 20°C. Er braucht 3 bis 4 Wochen kontinuierliche Wärme.

Rosmarin braucht viel Sonne und Wärme und nur wenig Wasser und Dünger. Eine Düngung im Frühjahr und eine im Herbst sind in der Regel ausreichend. Hier eignen sich Kompost, Hornspäne oder pelletierte Dünger.

Ernten kann man den Rosmarin von Anfang Mai bis Ende Oktober. Die beste Zeit für die Ernte ist der späte Vormittag oder die Mittagszeit, wenn der Morgentau getrocknet ist. Für die Ernte ganze Äste nahe am verholzten Teil abschneiden, aber etwas Grün stehen lassen, damit der Rosmarin neu austreiben kann.

Tipp: Wenn man die geernteten Äste einfriert, kann man die Nadeln ganz leicht von den Ästen abstreifen. Der Geschmack leidet nicht, wenn man den Rosmarin einfriert.

Verwendung: für die mediterrane Küche, für Ofengemüse, für Fleisch, zum Grillen, Saucen, Suppen, für Ofenkartoffeln, z.B. diese Kartoffelspalten mit Rosmarin, Pilzgerichte

Haltbar machen: trocknen, einfrieren oder in Öl einlegen

 

Salbei:

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Salbei ist mehrjährig und kann 30 bis 60 cm groß werden. Er braucht einen sonnigen Standort und einen nährstoffarmen Boden.

Salbei ist ein Lichtkeimer. Die Samen bei der Aussaat nur leicht in den Boden drücken. Ab Ende Februar kann der Salbei als Vorkultur im Haus auf der sonnigen Fensterbank gezogen werden oder ab Mai im Freiland.

Wenn man Salbei im Topf pflanzt kann man Kräutererde verwenden, die 20 bis 40% mit Sand gemischt wurde. Empfehlenswert ist es, eine Drainageschicht einzubauen, um Staunässe zu vermeiden. Im Freien sollte der Boden überwiegend sandig sein und nur einen geringen bis mittleren Humusanteil haben. Im Beet sollte der Abstand zwischen den Pflanzen 30 cm betragen.

Salbei braucht nur wenig Wasser. Bei längeren heißen Trockenperioden den Salbei aber regelmäßig gießen. Wenn die Erde 3 bis 5 Millimeter unter der Oberfläche nicht feucht ist, muss gegossen werden.

Pflanzen, die im Topf gehalten werden, sollte man ein bis zwei Wochen nach dem Umpflanzen düngen. Wenn der Salbei ins Gartenbeet gepflanzt wird, reicht eine kleine Zugabe von Dünger (am besten Kompost) aus. Ansonsten braucht der Salbei keinen Dünger mehr, nur im Frühjahr, zu Beginn der Vegetationsperiode, muss etwas Dünger in die Erde eingearbeitet werden.

Ab Anfang September kann der Salbei, der im Freien wächst, stark zurückgeschnitten werden. Pflanzen, die im Topf gehalten werden, Ende Oktober ins Haus bzw. auf den Balkon holen.

Salbei am besten vor der Blüte ernten, dann hat man das volle Aroma. Junge Triebspitzen sollten kontinuierlich geerntet werden, damit die Triebe nicht verholzen. Den verholzten Teil nicht abschneiden, da der Salbei sonst nicht wieder austreibt. Es sollten nur die jungen Blätter geerntet werden, die alten schmecken bitter. Der Salbei kann von Mai bis August geerntet werden, dafür die Pflanze am besten mit Wasser besprühen und warten, bis sie wieder getrocknet ist. Nach der Ernte sollten die Salbeiblätter nicht mehr gewaschen werden, weil sie dann an Aroma verlieren.

Verwendung: für die mediterrane Küche, für Fleisch, z.B. Saltimbocca, frittiert oder gebacken als Deko, für Pasta mit Salbei-Butter, Suppen, Salate, Saucen, für Fisch

Haltbar machen: trocknen

 

Schnittlauch:

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Schnittlauch ist eine mehrjährige Pflanze. Er mag helle und sonnige bis halbschattige Standorte und sollte regelmäßig und gut gegossen werden.

Kulturen im Topf brauchen eine Drainageschicht, damit es nicht zu Staunässe kommt und sollte in Blumenerde, die mit Hornspäne vermischt wurde, gepflanzt werden.

Nach dem Umtopfen muss der Schnittlauch so nur noch einmal im Jahr gedüngt werden.

Im Freiland kann man Schnittlauch ab Ende März aussäen. Er gehört zu den Kaltkeimern und braucht für ca. eine Woche eine Kälteperiode von durchschnittlich 5 bis 9 °C. Schnittlauch ist außerdem ein Dunkelkeimer, deshalb sollten die Samen mit ca. 2 cm Erde bedeckt werden.

Ernten kann man Schnittlauch das ganze Jahr über, dafür werden die Halme ca. 2 cm über dem Boden abgeschnitten.

Schnittlauch nicht mit Dill zusammen pflanzen.

Verwendung: in Salaten, als Deko, auf Brote, in Frischkäse, in Kräuterbutter, in Suppen, in Quark, auf Kartoffeln, in Eierspeisen – essbar sind auch die Blüten, sie machen sich gut in Sommersalaten – Schnittlauch nicht mitkochen, sondern erst am Ende auf die Speisen geben.

Haltbar machen: einfrieren

 

Thymian:

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Thymian gehört zu den mehrjährigen Kräutern und ist winterhart. Er mag einen steinigen, kiesigen und sandigen Boden. Der Boden für den Thymian sollte daher gut wasserdurchlässig und eher nährstoffarm sein.

Er mag es vollsonnig, deshalb ist der beste Standort südlich bis südwestlich. Durch seinen aromatischen Duft hält Thymian Schnecken und Blattläuse fern, besonders wenn er mit Lavendel und Salbei zusammen gepflanzt wird.

Die beste Zeit für die Aussaat im Freiland sind die Monate April bis Juni. Thymian ist ein Lichtkeimer und die Samen müssen deshalb nur leicht in den Boden gedrückt werden. Zwischen den einzelnen Pflanzen sollte mindestens ein Abstand von 15 bis 25 cm eingehalten werden, um spätere Nährstoffkonkurrenz und Schädlingsanfälligkeit zu vermeiden.

In Töpfen sollte die Kräutererde für den Thymian mit ca. 30 bis 40% Sand vermengt und eine Drainageschicht eingearbeitet werden, um Staunässe zu vermeiden.

Eine Zusätzliche Düngung braucht der Thymian nicht. Nur Pflanzen, die im Freiland stehen und älter als 2 Jahre sind, brauchen ein wenig Dünger, die der Erde untergemischt wird. Hier eignen sich organische Kräuterdünger. Topfpflanzen brauchen ca. alle sechs bis acht Wochen etwas Dünger, den man mit dem Gießwasser zufügt.

Topfkulturen müssen regelmäßig gegossen werden. Im Freiland braucht Thymian weniger Wasserzufuhr.

Ernten kann man, wenn die Pflanze nicht gerade blüht, denn dann verliert sie einiges an Aroma. Auch die Blüten sind essbar. Für die Ernte ganze Zweige bis kurz vor den verholzten Teil abschneiden. Etwas Grün sollte stehen bleiben, damit der Thymian wieder austreiben kann. Die beste Erntezeit ist vormittags, wenn der Morgentau verdunstet ist.

Thymian nicht mit Majoran und Ringelblumen zusammen einpflanzen.

Verwendung: für die mediterrane Küche, Gemüse, Kartoffeln, Pilze, z.B. für dieses Pilzragout, für Fleischgerichte, Tomatengerichte, Salate, für Kräuterbutter

Haltbar machen: im Dunkeln trocknen (hier intensiviert sich das Aroma noch), einfrieren oder einlegen (in Öl, Essig, Honig oder Salz) 

 

Zitronenmelisse:

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Die Zitronenmelisse is eine ausdauernde, mehrjährige Pflanze. Pflanzen in Töpfen werden ca. 30 bis 60 cm hoch, im Freiland dagegen kann die Zitronenmelisse 1,20 cm erreichen.

Die Melisse mag volle Sonne aber auch halbschattige, windgeschützte Standorte. In der vollen Sonne bildet sich allerdings das Zitronenaroma stärker aus. Die Zitronenmelisse mag einen lockeren humusreichen Boden.

Kurze Trockenphasen übersteht die Melisse ohne Probleme, es sollte aber dennoch darauf geachtet werden, dass sie regelmäßig gegossen wird. Die Erde sollte leicht feucht gehalten werden und an heißen Sommertagen junge Pflanzen ggf. morgens und abends gießen. Um Staunässe zu vermeiden, sollte eine Drainageschicht unter der Erde eingearbeitet werden.

Dieses Kraut gehört zu den Lichtkeimern, die Samen bei der Aussaat deshalb nicht mit Erde bedecken. Im Freien kann man die Zitronenmelisse ab Ende Mai aussäen. Im Freiland sollten Abstände von 20 mal 20 cm zwischen den Pflanzen eingehalten werden. In Kübeln die Melisse alleine pflanzen, da sich die Wurzeln sehr ausbreiten.

Die Zitronenmelisse nicht neben Wermut pflanzen.

In normaler, fruchtbarer Gartenerde muss sie nicht gedüngt werden. Als Topfkultur kann die Melisse ein Jahr ohne Dünger auskommen, wenn die Pflanzenerde vorgedüngt (z.B. mit Hornspäne) wurde und sie genügend Platz im Topf hat.

Die Ernte ist optimal vor der Blüte, dann haben die Blätter noch das volle Aroma. Früh morgens ernten, wenn der Morgentau verdunstet ist, hierfür die Zweige ca. 10 cm über dem Boden abschneiden.

Verwendung: für Cocktails, als Tee, für Süßspeisen, Eis, Sorbets, Obstsalate, für Marmeladen, Smoothies, wie z.B. dieser Beeren-Chufas-Smoothie mit Zitronenmelisse, für Salate, Dressings, Saucen, für Fisch – ein besonders kräftiges Aroma hat die Zitronenmelisse, wenn sie erst kurz vor dem Servieren auf das Essen gegeben wird.

Haltbar machen: trocknen – zu einem Bund zusammenbinden und über Kopf aufhängen oder in ein Dörrgerät geben.

 

Ich habe hier noch eine Kurzbeschreibung der hier genannten Kräuter vorbereitet. Hier erfährst du kurz und knapp etwas über folgende Punkte:

  • Erde im Topf
  • Standort
  • gießen
  • düngen
  • Ernte
  • ungeeignete Nachbarn
  • Sonstiges

Ich habe mir die Kurzbeschreibung z.B. auf farbiges Papier ausgedruckt, laminiert und dann in einzelne Kärtchen zerschnitten. So habe ich immer schnell die nötigen Informationen zu Hand, wenn ich sie brauche.

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Kräuterkarte – Basilikum

 

Kräuter im Topf kultivieren – eine Kurzanleitung zum Ausdrucken

 

Schreib mir doch, ob dir die Informationen zu den einzelnen Kräutern  geholfen haben, oder hinterlasse mir weiter unten oder unter Kontakte einen Kommentar. Hier kannst du auch Fragen und Anregungen loswerden.

Fröhliches Pflanzen!

 

Wenn du auch Pinterest nutzt, findest du hier mein Pinterest-Profil und kannst gerne die Bilder pinnen. Solltest du deinen eigenen Kräutergarten angelegt haben, mache doch ein Foto davon, und füge es unter meinem Pin bei Pinterest hinzu. Das wäre super, denn dann kann ich deinen Kräutergarten auch einmal sehen. Den Link zu meinem Pin findest du hier.

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